Projektförderung durch Zuwendungen zur Förderung der Umsetzung von Vorhaben im Rahmen der Lokalen Entwicklungsstrategie mit der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Umsetzung sowie über die Verfahrensgrundsätze von LEADER in Sachsen-Anhalt (Richtlinie LEADER 2023 – 2027)
Projektvorhaben: Das OK-Live Ensemble & Jugendkunstschule Barleben-Wolmirstedt e.V. schafft eine neue Personalstelle, um die Jugendkunstschule strukturell neu auszurichten und langfristig zu stärken.
Zuwendungszweck: Die Förderung sichert die Daseinsvorsorge für Kinder und Jugendliche im ländlichen Raum und schafft ein generationengerechtes Umfeld. Sie stärkt zugleich das ehrenamtliche Engagement und die Heimatverbundenheit junger Menschen in der Region.
- Antragsteller/in: OK-Live Ensemble & Jugendkunstschule Barleben-Wolmirstedt e.V.
- Bewilligungszeitraum: 01.01.2026 – 30.06.2028
- bewilligungsfähige Kosten: 70.956,00 €
Projektinhalt
Mit rund 350 Kindern und Jugendlichen gehört das OK-Live Ensemble & Jugendkunstschule Barleben-Wolmirstedt e.V. zu den größten Kunst- und Kulturvereinen in Sachsen-Anhalt und ist seit Jahren ein wichtiger Anlaufpunkt für junge Menschen im Landkreis Börde.
In den Sparten Artistik, Parkour, Tanz, Gesang, Moderation und Zirkus trainieren die Mitglieder wöchentlich unter Anleitung gut ausgebildeter Übungsleiterinnen und Übungsleiter. Ihre Auftritte führen sie regelmäßig in die namensgebenden Gemeinden und Städte, aber auch weit über die Kreis- und Landesgrenzen hinaus. Mit dem wachsenden Interesse von Mitgliedern und Veranstaltern ist der organisatorische Aufwand für den Verein zuletzt deutlich gestiegen – eine dritte, dringend benötigte Stelle ließ sich aus eigener Kraft jedoch nicht finanzieren.
Mit der neu geschaffenen Personalstelle im Umfang von 25 Wochenstunden soll die Jugendkunstschule strukturell neu aufgestellt werden. Im ersten Schritt werden Kontakte zu Kooperationspartnern aus Schule, Politik und sozialen Einrichtungen wiederbelebt und neue Partnerschaften aufgebaut, etwa mit Kreissportbund, Kreismusikschulen und mehreren Schulen der Region. Darauf aufbauend soll der Verein perspektivisch zu einer Jugendkunstschule nach dem Berliner Modell weiterentwickelt werden, mit verlässlicher Finanzierung und tragfähigen Strukturen über den Förderzeitraum hinaus.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur der Erhalt der bestehenden Angebote, sondern auch die Förderung des Ehrenamts: Junge Menschen sollen ermutigt werden, sich später selbst in Vereinen und Initiativen ihrer Heimat zu engagieren. Damit setzt das Projekt ein wichtiges Zeichen gegen die Abwanderung junger Menschen aus dem ländlichen Raum und stärkt die soziale und kulturelle Teilhabe in der Region nachhaltig.


