Das Filmstudio Wolmirstedt hat sich in kurzer Zeit zu einem lebendigen Ort für Medienpädagogik in der Region entwickelt. Seit dem Start haben bereits rund 1.400 Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Filmprojekt dort umgesetzt – vor und hinter der Kamera und in der Regie. Wer einmal erlebt hat, wie eine Schulklasse in Rollen schlüpft, sich gegenseitig motiviert und am Ende einen fertigen Film in den Händen hält, versteht, warum dieses Projekt weit mehr ist als ein Freizeitangebot.
Die erste große Kulisse „Aladin“, die von Mai 2025 bis März 2026 für die Klassen 3 bis 6 bespielt wurde, ist inzwischen abgebaut. Was jetzt entsteht, trägt den Titel „Der Consigliere“ – eine neue Filmwelt rund um einen DDR-Friseursalon, eine Bar und die Frage nach moralischen Entscheidungen, konzipiert für die Klassen 8 bis 11.
Jede Kulisse ist Eigenbau: Jedes Detail wurde gesucht, gefunden, gestaltet – vieles davon aus Spenden aus der Region, die auf einen öffentlichen Aufruf hin zusammengekommen sind. Dieses Herzblut sieht man.
Parallel läuft die Planung für „Die schlafende Schöne und die 13. Fee“ für die Jahrgänge 1 bis 6, die ab August 2026 startet. Neben den Filmprojekten für Schulklassen gibt es Jugendprojekte und ein Podcast-Formate.
Im Rahmen der Exkursion am 24. April 2026 war das Filmwerk Wolmirstedt eine der Stationen – und eine der eindrucksvollsten. Projektleiterin Maria Franke führte die Gruppe durch die Kulissen und gab einen lebhaften Einblick in die tägliche Arbeit des Studios: wie Schulklassen empfangen werden, wie Kulissen entstehen, was hinter einem Drehtag steckt. Im Anschluss zeigte sich das Filmwerk auch von seiner podcast-pädagogischen Seite – und Staatssekretär Rüdiger Malter sowie TGZ-Geschäftsführerin Elisa Heinke stellten sich spontan den Fragen der Kinder beim laufenden Kinderpodcast „Die Lautsprecher – alles außer still!“.


