Im Rahmen unserer Exkursion haben wir das Kirchgelände der Ev. Kirche St. Peter und Paul in Barleben besucht – und konnten uns selbst ein Bild davon machen, was dort in den vergangenen Monaten entstanden ist. Der „Garten der Stille und der Erinnerung“ ist fertig. Was zuvor ein ungenutzter Teil des westlichen Kirchgartens war, ist heute ein ruhiger, gestalteter Ort: labyrinthartige Wege mit wassergebundener Decke, eingefasst in Cortenstahl, dazwischen Bepflanzungen, Sitzmöglichkeiten – und über 135 historische Grabplatten und Epitaphe, die hier nun einen würdevollen Platz gefunden haben.
Johannes Könitz hat uns durch die Anlage geführt und erklärt, was hinter dem Projekt steckt. Viele der Grabplatten sind keine gewöhnlichen Grabsteine – sie tragen Ortsgeschichte in sich. Einige von ihnen gehen auf Persönlichkeiten zurück, die eng mit der Geschichte Barlebens verknüpft sind und sogar mit der Namensgebung des Ortes in Verbindung stehen. Sie einfach zu entsorgen war undenkbar – sie dauerhaft zu sichern
und für alle zugänglich zu machen, die naheliegende Antwort.
Beeindruckend war auch der Blick in die Kirche selbst: St. Peter und Paul ist längst mehr als ein Gottesdienstraum. Konzerte, offene Angebote für Gäste und Besucherinnen, das Kirchencafé – das Gebäude und sein Umfeld sind ein lebendiger Ort für die Gemeinde geworden. Der neue Garten fügt sich da nahtlos ein.
Was bleibt: das Gefühl, dass hier etwas mit Sorgfalt und Haltung umgesetzt wurde. Der Garten ist barrierefrei zugänglich, für alle offen – und bereits Teil des Kirchenalltags.


