1,5-Millionen-Projekt übergeben

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Dahlenwarsleben. In die nagelneue "Astrid Lindgren"-Grundschule gehen seit dem neuen Schuljahr 192 Mädchen aus sechs Dörfern. Am ersten Schultag feierten die Gemeinde Niedere Nörde als Schulträger, die Schüler und Lehrer zusammmen mit hochkarätigen Gästen, darunter auch Landesagrarminister Hermann Onko Aeikens, den großen Tag . Das Land stellte  aus dem Konjunkturpaket II 1,3 Millionen Euro für den knapp 1,5 Millionen teuren Umbau der ehemaligen Sekundarschule zur Verfügung. 
Die Anfänge des modernen Bildungsprojektes  in der Niederen Börde gehen auf das 2006 von der Gemeinde Niedere Börde entwickelte Integrierte ländliche Entwicklungs-Leitprojekt (ILEK) zurück. Schon damals war die Anpassung der Infrastruktur durch neue dezentrale Bildung- und Betreuungsangebote als wesentliches Ziel formuliert worden. Neben den dezentralen Kita-Standorten in den Dörfern sollte unter anderem der Grunschulstandort  Dahlenwarsleben für die Zukunft fit gemacht werden. Als Teil des  Maßnahmekatalogs „Bewusste Ernährung und nachhaltige Lebensweise“  ist dieser Wesenszug des ILEK-Konzeptes in die Zielformulierung der Lokalen LEADER-AktionsgruppeColbitz-Letzlinger Heide, zu der auch die Gemeinden Niedere Börde und Barleben gehören,   übernommen worden. LEADER ist ein von der Europäische Union gefördertes Förderprogramm zur Entwicklung des ländlichen Raumes. In den lokalen LEADER-Gruppen haben sich Akteure aus Regionen zusammengeschlossen, um ihren ländlichen Raum weiter zu entwickeln. 
Und das Projekt hat schließlich die Förderbehörden überzeugt.

 
Landesagrarminister Hermann Onko Aeikens hielt eine Grußansprache.    Isabel, Tarek, Julian und Sabrina (v.li.) geben zusammen mit Erika Tholotowsky, Bürgermisterin der Niederen Börde, Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff, Minister Herman Onko Aeikens und Landrat Thomas Webel (v.li.) die neue Dahlenwarsleber Grundschule offiziell frei.

Bis zum vergangen Schuljahr lernten die Grundschüler aus sechs Börderdörfern in den alten Gebäuden der Grundschulen von Gutenswegen und Dahlenwarsleben. In der nun modernisierten ehemaligen Sekundarschule Dahlenwarsleben haben sie einen zentralen Schulkomplex erhalten: hell, freundlich und den Erfordernissen einer modernen Grundschulbildung entsprechend.
In einem Trakt des Schulkomplexes werden Schulleiterin Katrin Lindau zufolge die Schüler der  Schuleingangsphase (erstes und zweites Schuljahr) betreut. Im anderen Trakt lernen die dritten und vierten Klassen. Raum genug gibt es auch für die altersgemischten Lerngruppen. "Mit dem jahrgangsübergreifenden Lernkonzept können wir jetzt richtig loslegen", betonte Katrin Lindau. 
Moderne Klassenräume, ein Computerkabinett, eine Bibliothek, eine helle Mensa lassen kaum Wünsche für die Unterrichts- und Pausengestaltung offen. Die Außenlagen werden in den kommenden Wochen fertiggestellt. 
In der leer stehenden alten Dahlenwarsleber Grundschule soll demnächst eine Kita einziehen. Erika Tholotowsky, Bürgermeisterin der Niederen Börde und gleichzeitig Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe "Colbitz-Letzlinger Heide" erinnerte daran, dass die neue "Astrid Lindgren"-Grundschule  Teil eines Bildungskomplexes in Barleben und der Niederen Börde mit zwei Grundschulen in Dahlenwarsleben und Samswegen sowie sieben Kitas ist. Sie sprach in diesem Zusammenhang auch von weiteren Begehrlichkeiten an Fördergeldern und erinnerte an das innovative Konzept der LAG zur Entwicklung des ländlichen Raumes. Minister Aeikens antwortete trocken: "Gute Anträge werden meist auch gut beschieden."

Maik Schulz
Journalist
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