Treffen von sieben Lokalen Aktionsgruppen in Rogätz
Über den gegenwärtigen Stand der Umsetzung der EU-Förderstrategie "Leader" in sieben Lokalen "Leader"-Aktionsgruppen (LAG) informierten sich am Dienstag Vertreter des Landesagrarministeriums, des Landesverwaltungsamtes und der des zuständigen Amtes für Landwirtschaft, Forsten und Flurneuordnung (ALFF)-Mitte bei einem Treffen im Rogätzer Verwaltungsamt "Elbe-Heide" . Ralf Müller, der für die Entwicklung des

Landes-"Leader"-Koordinator Dr. Georg Herbert (2. v. re.) und Ralf Müller, Referatsleiter für die Förderung des ländlichen Raums im Landesagrarministerium (3. v. re.), diskutierten in Rogätz mit den Vertretern von sieben Lokalen Aktionsgruppen. |
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ländlichen Raumes zuständige Referatsleiter im Landwirtschaftsministerium, und Dr. Georg Herbert "Leader"-Koordinator im Ministerium, diskutierten mit Vertretern aus den sieben Aktionsgruppen über Probleme und Erfolge bei der Umsetzung der "Leader"-Konzeption. Eine Leader-Aktionsgruppe ist ein freiwilliger Zusammenschluss von privaten, sozialen und öffentlichen Akteuren einer Region zur Entwicklung des ländlichen Raumes. Die lokalen Aktionsgruppen arbeiten auf Basis eines regionalen Entwicklungskonzeptes, weisen darin Stärken und Schwächen einer Region aus und entwickeln daraus Planungen, Projekte und Maßnahmen für die Entwicklung in der Region. Ziel ist dabei die bewusste Beeinflussung bzw. Initiierung eines Entwicklungsprozesses mit dem Ziel, die Lebensqualität zu verbessern und dauerhaft Arbeitsplätze zu sichern. |
Das dient der Daseinsvorsorge der Region. Von 2008 bis heute wurden für die Lokale Aktionsgruppe "Flechtinger Höhenzug" 4,1 Millionen Euro und für Lokale Aktionsgruppe "Colbitz-Letzlinger Heide" 1,5 Millionen bewilligt. Beispiele für geförderte Projekte sind die Sanierung der Kirche in Zielitz und der Dorfgemeinschaftshäuser in Rogätz und Lindhorst im Bereich der LAG "Colbitz-Letzlinger Heide" sowie das Hopfen-Info-Haus in Groß Santersleben, die Kirchensanierung in Calvörde und das Heuhotel Uthmöden im Bereich der LAG "Flechtinger Höhenzug". Diese Projekte gelten als beispielgebend für die Umsetzung der "Leader"-Förderkriterien. Dazu zählen unter anderem die Erhaltung ortsbildprägender Bausubstanz, die Förderung des ländlichen Tourismus, die Belebung des dörflichen Gemeinschaftslebens (Dorfgemeinschaftseinrichtungen), der Ausbau von Gebäuden für Kleinunternehmen und die Revitalisierung der Ortszentren. Nach dem Rogätzer Treffen schätzte der Manager der Aktionsgruppen "Flechtinger Höhenzug" und "Colbitz-Letzlinger Heide", Wolfram Westhus, ein: "Unterm Strich sind wir auf einigem guten Weg. Das zeigen die erheblichen Fördermittel, die in die Regionen unserer Aktionsgruppen geflossen sind. Problematisch ist aber nach wie vor die Ko-Finanzierung für Leader-Projekte privater Antragsteller durch das Land. Ein Fünftel des öffentlichen Förderanteils (vier Fünftel fließen aus dem Leader-Topf) muss das Land bei privaten Förderanträgen finanzieren. Das scheitert oft aufgrund der Finanzlage des Landes. Darüber hinaus muss die Qualität aller Förderanträge verbessert werden. Immer noch sind die Antragsunterlagen all zu oft unvollständig, Baugenehmigungen und nachhaltige Finanzierungspläne fehlen meist. Das gelt es nun zu verbessern." Anträge für das Förderjahr 2012 müssen bis September bei den Leader-Managern der LAG eingereicht werden. Die gegenwärtige "Leader"-Förderperiode geht bis 2013. Zurzeit wird auf EU-Ebene die Förderperiode 2014 bis 2020 vorbereitet. In der nächsten Förderperiode ist mit einem erheblichen Absinken der Förderquoten für Sachsen-Anhalt zu rechnen.
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